Es ist gut, dass wir unseren Verstand nutzen, um sinnvoll zu planen oder Aufgaben zu lösen, doch dann, wenn er einfach mal Pause machen könnte, den Moment genießen - mit einem lieben Menschen, einem schönen Moment in der Natur oder einem guten Glas Wein - will er keine Pause machen, unser Geist. Unaufhörlich produziert er Gedanken, Erinnerung an Vergangenes oder Überlegungen für das, was ansteht.
Dieser "Lärm" in unserem Kopf beschäftigt Wissenschaftler schon lange, und es gibt verschiedene Ansätze, die Inhalte unserer Gedanken zu verändern, das sogenannte "positive Denken". Forscher fanden heraus, dass dies nur bedingt hilft. Denn etwas positiv zu formulieren, wenn ich nicht wirklich daran glaube, kann Selbstzweifel provozieren.
Seit einigen Jahren setzt sich der Ansatz mehr und mehr durch, nicht den Inhalt der Gedanken ändern zu wollen, sondern sie einfach zu beobachten - ohne sich in einer Art mit ihnen zu identifizieren, dass das Gefühl entsteht, nicht mehr frei entscheiden zu können oder gar machtlos zu sein.
"Wenn sich die Umstände nicht ändern lassen, dann lerne sie zu nutzen."
Genau das ist es der Ansatz beim MBSR: Sich selbst bewusst sein, von Moment zu Moment, das weitet den Blickwinkel, eröffnet Spielräume und schafft neue Perspektiven.
Viel Freude dabei!
Ihre Elke Scheffer